„Langsame Heimkehr“ im Kunstforum NRW

In Düsseldorf ist in diesem Sommer eine weltweit erste umfassende Retrospektive von den Werken des chinesischen Künstlers, Liu Xiaodong (geboren 1963 in Jincheng, Liaoing-Provinz), zu sehen. Während die Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf seiner Ölmalerei widmet, legt die andere Hälfte der Doppelausstellung „Langsame Heimkehr“ im NRW-Forum den Fokus auf seine fotografischen Werke und auf seine digitale Auseinandersetzung mit der Malerei. Hierfür wird eine zusammen mit Wissenschaftlern entwickelte digitale Malmaschine präsentiert.

Liu Xiaodong zeigt menschliche, gesellschaftliche Gegebenheiten, die er in seiner Heimat und während seiner Reisen erfahren hat. Er dokumentiert naturalistisch, doch mit hoher Empathie, wie seine Malerei entstanden ist.

Ich erhielt bei dieser Ausstellung die Antwort auf die Frage, warum mir beim ersten Einblick in seine Malerei zum Weinen zumute war. Was mich bei der ganzen Doppelausstellung fesselt, ist diejenige menschliche Würde, mit deren gellenden Präsenz unter kargen Lebensbedingungen, oder eben durch das Elend noch stärker, ich, der Betrachter, immer wieder konfrontiert werde. In seiner Malerei kommt die Schönheit der Würde zum Vorschein, während bei den fotografischen Werken das Umfeld bedeutsamer ist.

Ausstellungsansichten Liu Xiaondong © NRW-Forum Düsseldorf / Foto: Bozica Babic

 „Langsame Heimkehr“ bis 19. August 2018 Kunstforum NRW und Kunsthalle Düsseldorf.

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