Irdische Freuden in Singapur

Obwohl der Titel („Crazy Rich Asians“) mir nicht gefiel, las ich das Buch, als der Satz aus dem Mund meiner Tochter fiel: „Es ist ein wenig so, wie Stolz und Vorurteil von Jane Austen, nur in Singapur.“

Zwei junge schöne und intelligente Akademiker mit chinesischen Wurzeln verlieben sich und führen eine glückliche Beziehung in New York. Der smarte Nick lädt die super kluge, doch bescheidene Rachel zum Hochzeitfest seines Freundes in Singapur ein, wobei er sie nicht nur seinen Freunden, sondern auch seiner Familie vorstellen möchte. So stellt Rachel und mit ihr auch stellen wir Leser erstaunt fest, dass Nick kein einfacher Akademiker ist. Wir erfahren Schritt für Schritt, dass er erst einmal keine Geldprobleme hat, und er zum Beispiel bevorzugt, im Flugzeug eine eigene Suite zu mieten, um den Flug gemütlich zu gestalten…

Es gibt dann immer einen weiteren erstaunlichen Moment, der den Luxus, die Eleganz, die Unendlichkeit der irdischen Freuden, das Reichtum von manchen Familien in Singapur sinnlich, aber auch lustig schildert. Doch hier schlüpft Rachel in die Rolle von Elisabeth Bennet. Es beginnt ein Kampf in der glitzernden Welt von Singapur um den reichen Nick und gegen Rachel. Dadurch zeigt der Roman auch einige gegenwärtige menschliche Konflikte auf, und wird spannend, hier und da traurig, oft witzig, doch bleibt immer smart.

Kevin Kwan: Crasy Rich Asians, mein Exemplar: Anchor Books, Penguin Random House, New York, Erstveröffentlichung: 2013, deutsche Ausgabe: Kein&Aber Verlag, 2018

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