Kein Mensch der großen Worte?

Manchmal denkt man etwas, oder ist sich etwas bewusst, doch behauptet das Gegenteil. Aufgrund meiner Beobachtungen, deute ich bestimmte Aussagen folgenderweise:

lagerfeuer

Wer erzählt, er sei kein Mensch der großen Worte, ist er doch genau das; spricht viel, und mag das Wort führen. Das zu leugnen ist einfach Captatio Benevolentiae: „Erheischen des Wohlwollens“, rhetorische Figur.

Wer sagt, dass er mit seinen Worten dies und das nicht zum Ausdruck bringen will, aber…, zum Beispiel, er will seinem Zuhörer nicht widersprechen, aber… oder er will ihn nicht kritisieren, aber…, dann tut er doch das, was er nicht wollte, und wahrscheinlich will er das auch tun, nur hält er diese Absicht nicht ganz richtig oder erlaubt.

Wer dich fragt, ob du alle Tassen im Schrank hast, weil du etwas ungewöhnliches getan hast, dann ist sehr wahrscheinlich, dass er entweder zu viel ungewöhnliches treibt, oder das tun möchte.

Wenn alle behaupten, du seist nicht schuld, dann:

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wahnsinnig gute Inspiration, sich mit eigenen Gedanken / Worten auseinander zu setzen, bzw. Aussagen von Mitmenschen zu erklären. Danke 👍

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    1. Herzlichen Dank für den lieben Kommentar! Ich finde auch, Aussagen zu deuten ist sehr inspirierend. Solche gegensätzlichen Deutungen würde ich so gerne noch mehr lesen, sammeln.

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