Ich mag Hunde

Ich sah mir endlich den neuen Film von einem Regisseur, den ich hoch schätze, Wes Anderson: „Isle of Dogs – Ataris Reisean. Ich bin noch im Urlaub, außerdem ist der Film schon längst (seit Mai) in den Kinos in Deutschland, und als Eröffnungsfilm des Berliner Filmfestivals, bekannt und viel besprochen, deshalb halte ich mich kurz und drücke nur meine Begeisterung aus.

isleofdogs
Wes Anderson: Isle of Dogs – Screenshot aus dem Trailer

Der Film ist eine Stop-Motion-Animation, so folgt der Herangehensweise von „Der fantastische Mr. Fox“, indem er ein Märchen mit ausdrücklich fiktiven Tierfiguren erzählt, die sich aber anthropomorph verhalten. Er zeigt ein Drama aus der realen, erwachsenen Welt auf, doch mit Folgen auf das Leben der Kinder, der Tiere. So auch Kinder und Tiere sind in den Vordergrund gestellt, und der Film inspiriert auch die kindliche Fantasie.

Die dramatische Geschichte spielt in einem imaginären, mysteriösen Japan, wo die Hunde eine bestimmte Krankheit, Hundegrippe, bekommen, weshalb sie auf eine Insel vertrieben werden. Die Insel ist dick mit Müll bedeckt. Hier kommt nur noch Müll, der aber tonnenweise, an und bildet Berge. Dieser Auftakt eröffnet eine Tür auf eine schreckliche Realität. Das gruselige Bild wird nur dadurch verschönert, dass es gemalt und gekünstelt ist.

Der Zuschauer würde bei diesem Anfang keinen Pfefferling auf das Überleben der Hunde setzen. Dann landet ein Junge (Atari) auf der Insel, und sucht nach seinem Hund. Er bekommt Hilfe von anderen Hunden, auf die er unterwegs trifft. So lernen wir einige Hunde persönlich kennen, dadurch verstehen, warum sie ihn finden, warum sie Vertrauen ihm schenken, und wie schwer doch unvermeidbar das manchmal ist, Vertrauen einem Menschen zu schenken.

Zwar ist der Film eine Animation, doch dafür ist er sehr lebendig, frisch und atmosphärisch. In diesem Film geht es ebenso um Familie (Geschwister) und Freundschaft, wie in den früheren Filmen von Wes Anderson, wie zum Beispiel: „Die Royal Tenenbaums“, „Darjeeling Limitedoder „Der fantastische Mr. Fox. Nach einem Zerfallen oder Verlust suchen auch hier die Protagonisten jenseits Vernunft den Zusammenhalt, und erfahren, wie sehr sie auf einander hingewiesen sind. Es geht auch um die Gesellschaft, um Ängste und Macht. Ich finde es vielsagend, dass der Titel „Isle of Dogs“ ausgesprochen gleich lautet wie „I love dogs“. Auch Japan (so auch die Japanischen Holzschnittkünstler, wie Hiroshige und Hokusai und der Japanische Film, so Kurosawa) wird filmisch, trotz Diktatur-Elemente in der Geschichte, liebevoll herbeigezaubert.

Isle of Dogs – Ataris Reise, 2018 Regie: Wes Anderson FSK 6, Filmverleih: Twentieth Century Fox Germany

Trailer:

 

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