Abenteuerlich in den Bergen

Wir machten im August Ausflüge in dem Harghita Gebirge. Es ist eine sehr schöne Landschaft mit Weiden und Wäldern, mit Tiefen und Höhen in Siebenbürgen/ Rumänien. In dieser Zeit wuchsen die wilden blauen und roten Heidelbeeren. Wir sahen unterwegs Kühe, Pferde und einen Schäferhund, der unbedingt mit uns kommen wollte.

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In der Nähe von Miercurea Ciuc (Csikszereda/ Szeklerburg) wohnt eine Freundin von mir, eine Szeklerin, mit der ich während meines Studiums in Budapest in einer Wohngemeinschaft lebte. Sie zeigte uns die schönsten Berge. Wir wanderten immer mit ihren Freunden gemeinsam, also ganz viele Menschen zusammen wegen der Bären im Wald.

Den St.-Anna-See (Lacul Sfânta Ana, Szent Anna tó (949 m), und den Kurort Bad Tusnad (Bãile Tusnad, Tusnádfürdő) besuchten wir jedoch selbstständig. Der Ausflug wurde abenteuerlich, gefühlt zu einem Besuch im Safari-Park. Die Heimischen sehen hier täglich Bären, wenn sie Abends noch in der Nähe des Waldes unterwegs sind. Wir verließen den Ort sicherheitshalber gegen 17 Uhr, trotzdem erblickten wir unterwegs nach Hause einen kleinen Bären zwischen den Bäumen am Straßenrand. Er ging durch die Straße und blieb stehen. Wir saßen zum Glück im Auto und fuhren schon wegen der Schlaglöcher unheimlich langsam. Es gelang schnell zu bremsen und anzuhalten.

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St.-Anna See

Davon ab hatten wir keine Angst mehr von den Bären, doch gingen auch nicht in den Wald. Hier gilt es: man soll die Bären in Ruhe lassen, wenn man ihnen begegnet. Meine Freundin meint: „Vielleicht wohnt ein Bär im Kornfeld hier jenseits unseres Zauns, aber ich will ihn nicht zu Gesicht bekommen.“ Und damit ist es geregelt.

(Obwohl, sie erzählte, sie besuche im Winter mit Freundinnen den Kurort um Whirlpool zu nehmen. Also wir erfuhren, dass in den letzten Tagen ein kleiner Bär eben diesen Whirlpool genoss. Wir lachen ja, aber die Bären meinen es ernst. Mal sehen.)

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Diese Berge auf den Bildern sind dieMunții CiuculuiCsiki havasok“.

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Der Gipfel (1493 m), wo wir mit meiner Freundin sitzen, ist ungefähr hier: 46°25’32.36″N / 26°00’18.19″E, in der Nähe von Frumoasa, Rumänien (diesen Ort findet man auch mit Google Maps). Keine Yoga-Übung, ich halte eine Heidelbeere in der Hand. Der Gipfel heißt Szellő tető auf Ungarisch (kleiner Wind), Varful Viscolul auf Rumänisch (Sturm).

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Szellö ist in der rechten Ecke

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