Entspannte Lektüre für das Jahresende

Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Apokryphen, Ullstein 2018, Berlin

Meine Familienmitglieder hatten schon das Buch durchgelesen, und mir zwischendurch einen Vorlese-Trailer, also ein hörbares Mosaik, aus den witzigsten Episoden des Buches vorgetragen, bevor ich es zu lesen begann. Jetzt bin ich dran und verstehe endlich, warum sie neulich ständig Schnick, Schnack, Schnuck spielen. Weil es eigentlich Open-Schnick ist: Sie dürfen mit den Händen die phantasievollsten Figuren aufzeigen.

Aber um ehrlich zu sein, ich lache nicht so laut. Vielleicht weil ich ein Känguru bin. Oder:

„Es ist leider nur nicht lustig“ S. 69

Doch, doch, es ist lustig. Mal wieder im Ernst: Ich halte die meisten Episoden für satirisch und ehrlich, was die menschliche Seele und was die Gesellschaft betrifft. Sie thematisieren unsere Alltagsprobleme. Sie sind treu zu ihrem Genre, dem Kabarett. Doch irgendwie, wenn man den Trailer schon gehört hat, verliert man manchmal ein wenig das Interesse. Meine Kinder sagen, dass das Ende des Buches auch sie ab und zu langweilig gefunden haben.

Trotzdem, die Känguru-Bücher sind Bestseller. Sie ertragen sogar eine Spur Kritik. Insgesamt: kein Trailer von mir, sondern Leseempfehlung. Besser liest man das Buch einfach anders: nicht durch, sondern ab und zu nur eine Episode. Außerdem, wenn man viele Bücher liest, muss man aufpassen, und nicht viel zu zimperlich zu werden. Man darf zumindest in den letzten Tagen des Jahres nonchalant sein und easy Lektüre empfehlen.

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