Tante Martl

Ursula März: Tante Martl, Piper, 2019

Ich möchte zunächst ankündigen: Ein Roman ist sowohl als Fiktion wie als Realität zu lesen, falls er behauptet, eine wahre Geschichte zu erzählen. Das Buch „Tante Martl“ ist eine Hommage an eine geliebte Person, es schreibt ihren Namen unmissverständlich in unsere Erinnerung. Ursula März erzählt über ihre Tante, also über ihre ganze Familie, und über ihre Beziehung zu Tante Martl.

Das Buch ist ein besonderer Roman: es ist doch auch ein Zeitzeugnis, schildert durch die Familiengeschichte ein Stück Zeitgeschichte – ideologiefrei, und stellt die Menschenwürde in den Mittelpunkt. Die historischen Ereignisse der letzten 100 Jahren können vielleicht auch nicht anders nachvollzogen werden, als durch solche erzählerische Ehrlichkeit.

Ich schrieb, das Buch stelle auch die Beziehung der Autorin zu ihrer Tante dar. Interessanterweise bezieht mich dieser Aspekt in die Realität der Geschichte ein. Ich nehme ja beim Lesen die „Drei Schwestern“ (Tschechow) Allusion wahr, doch sehr früh merke ich, wie sehr ich an der Seite von Tante Martl stehe, wie sehr ich ihre Fürsprecherin sein möchte.

Gerade bei diesem Buch ist es wichtig, es linear, von Anfang bis zu Ende zu lesen, um uns seiner Heldin immer mehr annähern zu können, auch wenn sich die Erzählung in der Zeit hin und her bewegt. Aber der folgende Ausschnitt hat es auch an sich.

Ich danke dem Piper Verlag für das Rezensionsexemplar.

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