Düsseldorf Festival! Mulatu Astatke und Elida Almeida

Mulatu Astatke ist eine lebende Legende. Er spielt mit seiner Band Modern Jazz. Die afrikanischen Klänge und der groovy Jazz verschmelzen in seiner bis zu den kleinsten Details komponierten Stücken in den ihm typischen Sound. Doch die Kompositionen öffnen sich immer wieder durch improvisatorischen Zufügungen zu Freejazz. Jedes Instrument und deshalb jeder Musiker spielt somit zeitweise eine zentrale Rolle in der Musikvorstellung, und zeigt sein charakteristisches Gesicht durch Improvisationen. Während das Saxophon und die Trompete intensive und dynamische Passage vortragen, sogt das Vibraphon für emotionelle, zarte Hamonien.

Mulatu Astatke © Alexis Maryon

Den Vater des Ethio-Jazz hörte ich im Rahmen des Düsseldorf Festival! Sein Konzert fand am 29.09 im Theaterzelt vor einem ganz begeisterten Publikum statt. Aus dem Prospekt des Festivals: „Mulatu Astatke wurde in der westäthiopischen Stadt Jimma geboren, studierte in London, New York City und Boston, wo er die Jazz- und Latin-Musik mit traditioneller äthiopischer Musik verband. Er schrieb sich als erster afrikanischer Student am renommierten Berklee College of Music in Boston ein und erhielt dort 2012 einen Ehrentitel. Er arbeitete mit vielen namhaften Künstlern zusammen, arrangierte und spielte auf Aufnahmen von Mahmoud Ahmed und trat 1973 als Ehrengast mit Duke Ellington während einer Tournee durch Äthiopien auf. Sein westliches Publikum vergrößerte sich deutlich durch den Jim Jarmusch-Film „Broken Flowers“ von 2005. (…) Der Gigant am Vibraphon inspiriert bis heute Hip-Hop Stars von Kanye West über Nas bis Damian Marley.“

Denjenigen, die zu einem unvergesslichen Konzert Lust bekommen haben, und nicht sehr weit entfernt wohnen: Heute Abend (30.09) wird im Theaterzelt Elida Almeida aus Kapverden auftreten. Eine ganz andere Musikwelt, kein Jazz, sondern Pop. „Für die von Molltonarten geprägte melancholische Morna hat sie die notwendige Tiefe, für die hitzige Tabana eine unbändige Energie, für die rasante Funaná ihre selbstbewusste erotische Ausstrahlung. Dabei nimmt die junge Sängerin die Klänge ihrer Heimat als Ausgangspunkt für eine eigenständige zeitgenössische Entwicklung und würzt ihre Show mit afro-kubanischen Rhythmen“ – so die Beschreibung des Prospekts. http://www.duesseldorf-festival.de

Elida Almeida © N’Krumah Lawson Daku 2017

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